Das Dorf mit seinen
185 Einwohnern liegt 6 km nordwestlich von Lauenburg an der Landesstraße
158 zwischen Lauenburg und Schwarzenbek.
Wie in fast allen Dörfern des Amtes Lütau ist die Zahl
der landwirtschaftlichen Betriebe seit der Flurbereinigung 1954
konstant zurück gegangen und es sind nur noch 3 von ehemals
15 Höfen vorhanden.
Die Ortsgeschichte reicht
bis zum Jahr 1230 zurück. Der damalige
Bischof Gottschalk ließ ein Zehntlehnregister aufzeichnen,
welches als die wichtigste Quelle für die Besiedlung und die
Gründung von Kirchenspielen angesehen wurde. In Ratzeburger
Zehntlehnregister erschien erstmals das Dorf Abbendorf mit der
Idealzahl von 12 Hufen.
Im Jahr 1678 ließ der Herzog Julius Franz von Sachsen-Lauenburg
den Ort in Juliusburg umtaufen. Er richtete hier ein kleines Jagdschloss
mit einem Tiergarten und einem Lustpark ein. Von seinem Sommersitz
sind heute leider nur noch die Gräben zu sehen, die aber darauf
schließen lassen, dass der Park wunderschön gewesen
sein muss.
Im Jahr 1964 errichtete
die Freiwillige Feuerwehr ein Gerätehaus
mit einem kleinen Aufenthaltsraum. Nachdem die Juliusburger Feuerwehr
1990 ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnte wurde das Gerätehaus
schnell zu klein und so wurde 1998 daraus ein Dorfgemeinschaftshaus
mit einem Geräteteil der Feuerwehr.
Die zentrale Wasserversorgung
erfolgte dann 1975 von Lauenburg aus. Die Abwasserbeseitigung,
ein Mischwasser mit Klärteichsystem,
ließ dann aus Kostengründen noch etwas auf sich warten.
Man begann 1985 mit den Bauarbeiten und beendete diese erst im
Jahr 1995. Denn in diesem Jahr wurde der erste Bauabschnitt der
Dorfstraße L158 fertig gestellt, so dass man den Bau der
Kanalisation abschließen konnte. Leider ist der zweite Bauabschnitt
noch nicht wieder in Planung des Landes aufgenommen. Jetzt fehlt
nur noch die zentrale Erdgasversorgung von Lauenburg aus, und die
bekam Juliusburg dann auch noch im Jahr 1995. 1996 wurde in Gülzow
ein neuer Kindergarten errichtet, an dem die Gemeinde Juliusburg
beteiligt ist. Für Jugendliche steht in der näheren Umgebung
wie Lauenburg, Büchen oder Geesthacht ein vielfältiges
Beschäftigungsangebot zur Verfügung.