Feuerwehr Amt Lütau

75 Jahrfeier

















Am 20.6.2009 feierte die Gemeinde Lanze das 75-jährige Jubiläum ihrer freiwilligen Feuerwehr.

In der festerprobten Halle von Jürgen Grimm fand die gelungene Feier statt. Unter den Klängen des Feuerwehrorchesters Lauenburg Süd begann der Festakt für die Feuerwehr Lanze mit den Mitgliedern der Wehr sowie Würdenträgern des Amts Lütau und der Stadt Lauenburg. Es wurde vielfach auf die Bedeutung der Feuerwehren, gerade für die kleineren Gemeinden hingewiesen. Die Wehren sind nicht nur Allroundhelfer für die Gemeinschaft, sondern auch die zentralen Kulturträger auf den Dörfern.

Nach der Ansprache des Wehrführers Jürgen Grimm würdigte der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lanze, Christian Höft, die Arbeit der ehrenamtlichen Mitglieder der Feuerwehr Lanze.

Der Schriftführer der Wehr, Karl-Heinz Mickley, berichtete aus der bewegten Geschichte der Lanzer Feuerwehr. Noch vor der Gründung der Wehr brannte fast das ganze Dorf beim großen Feuer 1893 ab. Schon damals halfen die Nachbargemeinden bei den Löscharbeiten. Insbesondere die Bewohner von Buchhorst taten sich hierbei hervor. Ein weiteres Großfeuer brannte 1955 zwei Tage lang, und auf dem Hof von Heinrich Grimm verbrannten 35 Stück Vieh.

Heute rückt die Wehr mehrmals im Jahr zu Flächenbränden in der Umgebung und am Bahndamm aus. Desweiteren stellt sie gemeinsam mit der Feuerwehr aus Basedow, den Brandschutz auf dem Campingplatz Lanzer See sicher.

Karl-Heinz Mickley beendete seine Ansprache mit einem dicken Lob und einer bewegenden Rede an die Ehefrauen der Feuerwehrmänner, die viel Verständnis für deren Tätigkeit aufbringen müssen.

Günther Noß überbrachte die Glückwünsche des Kreises Herzogtum Lauenburg. Er berichtete über die Ursprünge der Feuerwehren in ihrer heutigen Form, die durch einen Erlass des Reichsluftschutzbundes 1933 für den aktiven Bürgerschutz in den Gemeinden geschaffen wurden. Seither sind die Wehren der verlässlichste Partner für nahezu jede Form von Krisen auf kommunaler Ebene. Er beendete seine Rede indem er den Wehren höchsten Respekt und höchste Anerkennung zollte und dem Wehrführer Jürgen Grimm die Ehrenurkunde des Kreises überreichte.

 

Es folgte die Ansprache des stellvertretenden Amtsvorstehers Hardi Teichler, gefolgt von den Grußworten des Lauenburger Bürgermeisters Harald Heuer, der darauf hinwies, dass er so gerne auf die Dörfer kommt, da hier noch vieles einfacher und unkomplizierter funktioniert als in Lauenburg. Seine Worte "Haltet die Treue untereinander und haltet die Treue zu Lauenburg" waren tief bewegend.

Unser Amtswehrführer Jürgen Ehlers überbrachte die Glückwünsche der Amtswehren und vertrat auch den Kreisfeuerwehrverband, da der Kreiswehrführer Hugo Heitmann keine Zeit hatte. Er überreichte Jürgen Grimm eine gerahmte Urkunde des Kreisfeuerwehrverbandes. Der Lauenburger Wehrführer Thomas Burmester lobte die Wehren des Amtes und wies auf deren Unverzichtbarkeit bei Großeinsätzen auch in Lauenburg hin. In den vergangenen Jahren haben Chemiebrände und Elbehochwasser die Wehren zusammengeschweißt. Die beiden letzen Ansprachen wurden vom Bürgermeister der Gemeinde Nostorf und seinem Wehrführer gehalten.

Das gemeinsame Singen der Schleswig-Holstein Hymne beendete den offiziellen Teil des Festaktes und Wehrführer Jürgen Grimm konnte die diversen "Flachgeschenke" in Sicherheit bringen.

Der öffentliche Teil der Feier fand unter den Klängen des beliebten Duos Graffiti statt. Bei Musik und Tanz endete der Abend in den frühen Morgenstunden.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Grimm für die Bereitstellung ihrer Halle, ohne die diese wunderbare Feier nicht möglich gewesen wäre. Der Schmuck der Halle wurde durch die Feuerwehr vorgenommen und durch Bilder von Feuerwehrfahrzeugen bereichert, die von den Kindern des Basedower Kindergartens gemalt wurden. Die Bewirtung übernahmen die Kameraden der Nachbarwehren Nostorf und Basedow. Das Buffet des Krüzener Gastronomen Stechbart erfüllte (wie immer) alle Erwartungen.