Feuerwehr Amt Lütau
Aus heiterem Himmel, kam am 16.7. gegen 13:30 Uhr von West, Südwest, eine schwarze Wolkenwand herangerollt und brachte in drei starken Windböen die Gegend um den Lanzer See vollkommen durcheinander.
Der alte Baumbestand im ansonsten beschauliche Blockhausdorf und dem anschließenden Campingplatz hielten dieser Wucht nicht stand. Die Böen waren von starken Regen und großen Hagelkörnern begleitet, die fast horizontal durch die Luft rasten. Nach nur 30 Sekunden war der Spuck vorüber.
Das nächste Problem ergab sich bei der Alarmierung der Feuerwehr. Durch Blitzschläge und Äste in den Oberleitungen brach die Stromversorgung des Dorfes zusammen, was den Sirenenalarm größtenteils verhinderte.

Gleichzeitig mit der Basedower Feuerwehr wurden auch die Wehren in Lanze und Buchhorst alarmiert. Nach Eintreffen der Fahrzeuge am Campingplatz bot sich eine unübersichtliche Lagen, da das gesamte Gebiet betroffen war. Also arbeitete man sich vom Gasthaus Lanzer See zu den Randgebieten des Platzes durch. Die hinzu gerufene Drehleiter der Lauenburger Feuerwehr machte das Entfernen der bedrohlich herunterhängenden Äste erst möglich. Am Boden wurden die Bäume und Äste in handliche Portionen zerteilt und von Kaminbesitzern entsorgt.

Der entstandene Schaden war erheblich, etliche Vorzelte waren weggeweht, ein Baum stürzte auf einen geparkten PKW, entwurzelte Bäume zerrissen Wasser- und Abwasserleitungen. Einige Eichen fielen auf einen Flüssiggastank. Bevor die Bäume beseitigt werden konnten musste ein herbei gerufener Experte die Dichtigkeit des Tankes feststellen. Der Balkon des Gasthauses war durch herabfallende Äste vollständig zertrümmert.

Im Blockhausdorf hatte man deutlich mehr Glück als auf dem Campingplatz, vorausschauend haben die dortigen Einwohner in den vergangenen Jahren den z.T. 30 Jahre alten Baumbestand durch neu Anpflanzungen ersetzt. Betroffen waren dort nur die Grundstücke, auf denen diese Maßnahmen bisher versäumt wurden.

Nachdem die Äste aus den mittlerweile frei geschalteten Hochspannungsleitungen entfernt waren, konnte die Stromversorgung zum Teil wieder hergestellt werden. Ein zweites Gewitter gegen 18:30 Uhr beschädigte dann aber eine Trafostation, so dass erst gegen 23:00 Uhr wieder flächendeckend Elektrizität verfügbar war.